Tipps für sicheres Wandern in den Bergen

In den Bergen schmilzt der letzte Schnee und einige Bergfreunde zieht es wieder in die Höhe. Rechtzeitig zum Start der Wandersaison gibt es von uns praktische Empfehlungen, mit denen Ihr sicher am Berg unterwegs seid.

Gepaart mit genussvollem Naturerleben und Ausdauersport kann sich Bergwandern positiv auf Körper und Geist auswirken - gute körperliche Verfassung und realistische Selbsteinschätzung über Kondition und Können vorausgesetzt. Man sollte den Körper langsam an die Belastung gewöhnen und der Versuchung widerstehen, sich zu ehrgeizige Ziele zu setzen. Für fast die Hälfte der Notfälle beim Wandern sind nämlich Herz-Kreislauf-Beschwerden verantwortlich.

Deshalb gilt:
• Fit halten durch regelmäßige sportliche Aktivität.
• Ungewohnte und lange Belastungen vermeiden - insbesondere am ersten Tag.
• Langsam losgehen und starke Anstrengungen zu Beginn der Wanderung vermeiden.
• An heißen, schwülen Sommertagen ein schattiges, kühles Tourenziel wählen.
• Um Unterzucker vorzubeugen: Regelmäßig Essen und Trinken!
• Nicht mit Infekten oder Verkühlung in die Berge! Lieber zu Hause bleiben und auskurieren.
• Wanderung und Training bei Warnsignalen wie Atemnot, Herzrasen oder Übelkeit abbrechen bzw. den Notruf kontaktieren.
• Bei Herzkreislauf-, Atemwegs- und/oder Stoffwechselerkrankungen vor einer Bergtour einen Sportarzt aufsuchen.

Bei der Tourenplanung helfen Wanderkarten, Literatur, Internet und Experten, die über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse informieren. Bei einer Gruppenwanderung sollte die Tour immer auf das schwächste Mitglied angepasst werden. Das Wetter in den Bergen kann sich schnell ändern, dadurch können Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen. Deshalb vorher unbedingt den Wetterbericht beachten.

Der Berg sollte nur mit guter Ausrüstung bestiegen werden. In den Rucksack gehören:
• Proviant
• Regen-, Kälte- und Sonnenschutz
• Erste-Hilfe-Paket
• Mobiltelefon
• Wanderkarte oder GPS

Dennoch gilt: Mit leichtem Gepäck geht es sich auch leichter, deshalb den Rucksack nicht mit unnötigem Ballast beschweren. Die Ausrüstung sollte immer an die Unternehmung angepasst werden.

Gute Wanderschuhe, die den Fuß schützen und entlasten, verbessert die Trittsicherheit. Für ein ungetrübtes Wandervergnügen sind eine perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht entscheidend.

Im Gebirge sind ist aufmerksames Gehen oberstes Gebot! Zu hohes Tempo oder Müdigkeit können die Trittsicherheit und Konzentration beeinträchtigen. Deshalb lieber einen Schritt langsamer gehen und dafür sicher unterwegs sein. Wer nach einer zu schwierigen Wanderung keine Reserven mehr für den Abstieg hat, wird unachtsam - die Gefahr eines Sturzes steigt. Nicht nur das der Weg nach unten motorisch anspruchsvoller ist, durch den Tiefblick kommt auch noch eine psychologische Komponente dazu. Das sollte bereits bei der Tourenplanung bedacht werden.

29.05.2019, Advanced Media AG / J. Torner

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